| Charts |
|
|
| Dienstag, 15. Juni 2010 um 15:12 Uhr |
|
Die Charts im Bereich Musik sind eine "Aufreihung von Musiktiteln über einen gewissen Zeitraum, deren Reihenfolge sich nach Verkaufszahlen richtet". Wie dieses System über die vergangenen Jahrzehnte entstanden ist und sich weiter entwickelt hat, zeigen die nachfolgenden Abschnitte. Die Anfänge der ChartsDie ersten aussagekräftigen Verkaufszahlen, ähnlich einer Chart-Reihenfolge, stammen aus den USA von 1891. Dabei wurden allerdings keine Songs gezählt, sondern der Verkauf von Notenblättern. Eine Zusammenstellung von Musiktiteln geschah dann durch den Begriff "Hitparade". Geprägt wurde dieses Wort 1935 von einer Radiostation des NBC-Radio, welche dieses Programm "Your Hitparade“ nannte. Später spezialisierten sich die Radiosender auf einzelne Musikstile wie Popmusik oder Country, wodurch es immer mehr Charts gab. Die Charts in DeutschlandDie ersten offiziellen deutschen Charts wurden am 1. Januar des Jahres 1956 veröffentlicht. Dies waren die Single-Charts, erhoben durch das Marktforschungsunternehmen Media Control. Media Control führt diese statistische Erhebung der Verkaufszahlen im Auftrag des Bundesverbandes der Phonographischen Wirtschaft einmal pro Woche durch. Es folgten andere Ranglisten wie die Jahres-Charts des ebenfalls erstmals 1956 erschienenen Jugendmagazins BRAVO oder die erste Hitparade von Radio Luxemburg im Jahre 1958. Neue Medien und ChartsDie Weiterentwicklung des Fernsehens erschuf eine neue Art von Charts, nämlich für Musikvideos. Das erste Video moderner Prägung zu "Hell on Wheels" stammt aus dem Jahr 1979 von Cher. Später bekamen Musikvideos durch TV-Sender wie MTV eigene Charts und Auszeichnungen. Mit der Verbreitung des Internets folgten Download-Charts als Ergänzung zu den klassischen Platten- und CD-Verkäufen, die mittlerweile in die Verkaufszahlen der Media Control Charts mit einfließen. Interessant sind natürlich auch Lovesongs, die mittlerweile nur noch über das Internet gehört werden können. |
| Zuletzt aktualisiert am Freitag, 21. Januar 2011 um 13:53 Uhr |